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April 2017

Drahtlose Software-Updates für Connected Cars: Technische Universität Berlin und ATS Advanced Telematic Systems forschen gemeinsam

- Fachgebiet Kraftfahrzeuge der Fakultät Verkehrs- und Maschinensysteme nutzt Cloud-Plattform ATS Garage für die Erforschung von Software-Updates in Echtzeit im Straßenverkehr
- Beide Partner betonen herausragende Bedeutung anwendungsbezogener Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Privatwirtschaft im Hochtechnologie-Bereich


Berlin 25.04.2017 
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Das Berliner Software-Technologieunternehmen ATS Advanced Telematic Systems erprobt in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Technischen Universität Berlin (TUB) den Einsatz von drahtlosen Soft- und Firmware-Updates in vernetzten Fahrzeugen. Forschungsschwerpunkt bildet hierbei die Aktualisierung von Fahrzeugkomponenten, wie Scheinwerfer, Fahrtrichtungsanzeiger und Komfort-System im laufenden Betrieb. Hierfür hat das Berliner Hightech-Unternehmen der TUB seine Cloud-Plattform ATS Garage und ein speziell ausgestattetes Testfahrzeug für die Erforschung im Straßenverkehr zur Verfügung gestellt. Das Fachgebiet Kraftfahrzeuge der Fakultät Verkehrs- und Maschinensysteme der TUB pflegt den engen Kontakt mit der Wirtschafts- und Industrieregion Berlin-Brandenburg und ist, ebenso wie ATS mit einer Niederlassung in Japan, international bestens vernetzt. Beide Partner unterstreichen die herausragende Bedeutung anwendungsbezogener Kooperationen im Hightech-Umfeld und kündigen eine verstärkte Zusammenarbeit in der Zukunft an.

„Die Übertragung von Daten ins Fahrzeug, sowohl für Echtzeitanwendungen, als auch für Wartung und Betrieb, wird eine Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren sein. Durch unsere Kooperation mit einem der international führenden Entwickler von OTA-Lösungen aus der Region können wir den Einsatz von Soft- und Firmware-Updates in Echtzeit unter realen Bedingungen testen und weiter erforschen“, sagt Fachgebietsleiter Prof. Dr.-Ing. Steffen Müller, der das Projekt leitet. „ATS setzt sich in internationalen Gremien, wie Automotive Grade Linux und GENIVI sowie in Verbänden, wie dem VDA, für die Etablierung von industrieweiten Standards und den Einsatz von quelloffener Software ein. Durch die Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen, wie dem Fachgebiet Kraftfahrzeuge der TUB, erhalten wir wertvolles Feedback zur unserer Arbeit, das wir in unsere Gremienarbeit und in die Weiterentwicklung unserer Produkte einfließen lassen“, fügt Arthur Taylor, Entwicklungschef von ATS hinzu.


Über ATS Advanced Telematic Systems


ATS Advanced Telematic Systems ist ein deutsches Software-Unternehmen mit Fokus auf vernetzte Fahrzeuge, das Lösungen für die Zukunft der Mobilität entwickelt. Hierbei setzt ATS auf die Etablierung von industrieweiten Standards und Open Source-Technologie. Seit Januar 2017 bietet ATS Entwicklungsabteilungen von Automobilherstellern und -zulieferern, Forschungseinrichtungen und Startups aus dem Mobilitäts- und IoT-Sektor sofort verfügbare, cloudbasierte Software-Dienste zur freien Verwendung an. Zum Start der SaaS-Plattform ATS Garage können Anwender die Funktion Updates “Over-the-Air” für die drahtlose Soft- und Firmware-Aktualisierung von vernetzten Fahrzeugen und Geräten nutzen. Darüber hinaus engagiert sich ATS in internationalen Initiativen führender Automobilhersteller und Zulieferer. So lenkt das Berliner Unternehmen die OTA-Aktivitäten bei GENIVI, das sich für die Etablierung von industrieweiten Standards einsetzt und ist aktives Mitglied von Automotive Grade Linux. Die OTA-Lösung von ATS ist auch Teil der offenen Automotive Grade Linux Software-Plattform, die unter anderem von Toyota und seit Anfang dieses Jahres auch von Daimler unterstützt wird. Als erster Entwickler von Cloud-Services wurde ATS 2016 in den Verband der Automobilindustrie (VDA) aufgenommen. Der Firmensitz von ATS ist in Berlin; dazu betreibt das Unternehmen eine Niederlassung in Tokio.


Über TUB Fachgebiet Kraftfahrzeuge der Fakultät Verkehrs- und Maschinensysteme


Das Fachgebiet Kraftfahrzeuge hat an der TU Berlin eine über 100-jährige Geschichte. Die Anfänge gehen zurück auf die Gründung des Lehrstuhls für Kraftfahrwesen durch Herrn Prof. Dr. Alois Riedler im Jahr 1907. Seit dem 01.09.2013 wird das Fachgebiet von Herrn Prof. Dr.-Ing. Steffen Müller geleitet. Die Forschungsthemen seines Fachgebietes sind Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren, Fahrwerk- und Antriebsregelung, effiziente Fahrzeug- und Betriebskonzepte und Fahrzeugsicherheit. Im Rahmen dieser Forschungstätigkeiten beschäftigt sich das Fachgebiet beispielsweise mit Methoden zur Verbesserung von Fahrkomfort, Fahrerlebnis und Fahrsicherheit durch innovative Fahrwerk- und Antriebsregelkonzepte, neuartigen Bahnplanungs- und Bahnfolgeregelungsalgorithmen für automatisierte Fahrfunktionen sowie prädiktiven Energiemanagementkonzepten unter Berücksichtigung von Fahrzeug- und Umweltinformationen. Hierzu stehen dem Fachgebiet eine Vielzahl von Simulationsprogrammen und experimentellen Möglichkeiten, wie beispielsweise Lenkungsprüfstand, Antriebsstrangprüfstand, Versuchsfahrzeuge, Crashbahn und Fahrsimulator, zur Verfügung.

  

Firmenwebsite:

http://www.advancedtelematic.com

 

ATS Advanced Telematic Systems bei Twitter:

https://twitter.com/ats_news